TRIZ

TRIZ ist das russische Akronym für „теория решения изобретательских задач“ (Teoria reschenija isobretatjelskich sadatsch), was sinngemäß übersetzt bedeutet: „Theorie des erfinderischen Problemlösens“ oder „Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme“

Wer hat´s erfunden?

TRIZ entstand hauptsächlich auf der Basis der Arbeiten von G. Altschuller und R. Shapiro auf Basis der Analyse einer großen Anzahl von Patentschriften. Sie erkannten allgemein gültige innovative Prinzipien, die Entwicklern, Konstrukteuren oder anderen Personen, die technische Probleme lösen wollen helfen, Ihre Suche nach Lösungen zu systematisieren, und damit zu beschleunigen.

Drei Hauptsätze wurden durch die Analyse formuliert

  1. Einer großen Anzahl von Erfindungen liegt eine vergleichsweise kleine Anzahl von allgemeinen Lösungsprinzipien zugrunde.
  2. Erst das Überwinden von Widersprüchen macht innovative Entwicklungen möglich.
  3. Die Evolution technischer Systeme folgt bestimmten Mustern und Gesetzen.

Was ist der Vorteil?

Die systematische Anwendung von TRIZ im Entwicklungsprozess führt in aller Regel schneller und effizienter zu neuen Problemlösungen. Die TRIZ-Methode hat sich inzwischen weltweit verbreitet und ist „in stürmischer Entwicklung begriffen“ (siehe auch z.B. forbes magazin)

Genrikh Saulovich Altshuller
Genrikh Saulovich Altshuller
Genrikh Saulovich Altshuller

Was macht die Lösungssuche nun so effizient?

Anstatt durch umfassendes Brainstorming auf alle möglichen Ideen zu kommen wird bei TRIZ die „Innovationsarbeit“ von tausenden Patenten zugrunde gelegt. Es geht nun also darum, das eigene konkrete Problem methodisch zu abstrahieren (z.B. anhand 48 möglicher technischer Parameter) und auf Basis dessen einige Prinziplösungen (z.B. aus 40 Innovationsprinzipien) auszuwählen, die bei vorhergehenden ähnlichen Problemstellungen hilfreich waren. Dieser abstrakte Lösungsansatz wird dann wieder in eine konkrete Lösung konkretisiert.

Das klassische TRIZ besteht u.a. aus:

  • den Innovationsprinzipien und der Widerspruchstabelle
  • den Separationsprinzipien um physikalischer Widersprüche aufzulösen
  • einen Algorithmus (ARIZ) zur systematischen Lösung der Probleme
  • einem System von 76 Standardlösungen aus der Stoff-Feld-Analyse
  • den Evolutionsgesetzen der Technischen System (S-Kurven)

Weiterführend Methoden innerhalb von TRIZ sind u.a.

  • die „Innovation Situation Questionaire“ auch Innovations-Checkliste genannt
  • die Funktions- und Prozessanalyse nach TRIZ die konkret nach Schwierigkeiten und technischen
    Parametern fragt

Durch seine Universalität eignet sich TRIZ ausgezeichnet, um Problemstellungen aus anderen Methoden wie DFMA , FMEA oder LEAN SIX SIGMA tiefer gehend zu bearbeiten und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Unser TRIZ Spezialist ist Inhaber des MATRIZ Level 3 Zertifikats.

Alle Lehrgang-Zertifizierungen werden in Zusammenarbeit mit der TRIZ Consulting Group GmbH durchgeführt.

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